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Eskalationsstufe Twitter

Ein paar Gedankenfetzen und Beobachtungen.

Es ist eine Mischung aus Faszination und Erschrecken, mit der man bei manchen Nutzern auf Twitter eine regelrechte Sucht nach Eskalation und Empörung beobachten kann. Viel bedarf es nicht. Eine schiefe (Unter-)Überschrift. Ein scharfer Artikel aus dem Nachrichtenportal der eigenen Wahl. Plötzlich: Blutdruck, Empörung, Superlative, Weltuntergang.

Gewiss – wer eine feste Haltung zu bestimmten Themen hat und sich durch Nachrichten in dieser Haltung bestätigt sieht, der neigt nicht unbedingt dazu, diese kritisch zu hinterfragen. Teilt sie einfach. Regt sich darüber auf. Überhaupt sind Reflexion und kritische Überlegungen nicht mehr in Mode. Dauert zu lang. Zu schwierig. Die Welt ist zu komplex. Es ist die Suche nach Occhams Rasiermesser – je einfacher die Lösung, desto richtiger muss sie sein. Wer differenziert, der relativiert.

Ein beliebtes Vorgehen: „Quod licet Iovi, non licet bovi.“ So ein Jupiter darf halt mehr als der gewöhnliche Ochs. Man dürfe doch nicht verallgemeinern, ruft es in die Twitterwelt hinaus, es seien doch nicht alle gleich. Und man selbst zuforderst nicht! Umrahmt von Verallgemeinerungen. Die natürlich in Ordnung sind. Sie richten sich gegen die andere Fraktion.

Muss es nicht furchtbar anstrengend sein, den ganzen Tag lang Endzeitstimmung zu produzieren? Aus jedem Event, jeder Nachrichtenzeile die schlimmsten Dinge abzuleiten? Sich selbst und die Welt in eine Alarmiertheit versetzen zu wollen, die längst nicht mehr wirkt, weil sie alltäglich geworden ist? Ein Kampf gegen Windmühlen.

Twitter ist eine seltsame Eskalationsstufe. So rasch, so überbordend, so endgültig, so vereinnahmend. Auf Twitter geht täglich die Welt unter. Fragt sich nur, ob die Welt das weiß. Meines Wissens gibt es keine offiziellen Zahlen zu Twitternutzern in Deutschland (freue mich über anderslautende Erkenntnisse). Vermutlich eskalieren sie gerade.

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Deutsch Politik & Zeitgeschichte

„Ein Schnitzel ist aus Fleisch!!!“

Schon vor einigen Jahren ist in den Kühlregalen der Supermärkte ein Kampf um die Deutungshoheit im Reich der Lebensmittel entbrannt: Unverfroren erdreisten sich neue Anbieter dort, „Soja-Schnitzel“ neben dem Original aus feschem Schweinefleisch anzupreisen. Die Gemüter kochen hoch, es ist von falscher Deklaration, von Heuchelei, von Schwindel und Schlimmerem die Rede.

Ein kleiner Beitrag, warum ich persönlich das „Veggie-Schnitzel“ und die „veganen Chickennuggets“ super finde und mich bislang wirklich keine Kritik daran auch nur im Ansatz vom Gegenteil überzeugt hat.

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Deutsch Internet

Empörungswellen

„Kommt auf Twitter!“, haben sie gesagt. „Da ist es lustig! Da gibt es bezaubernde Menschen, tolle Wortwitze und kreative Geistesblitze!“, haben sie gesagt.

Ja und? Wo ist all das hin?

Ein kleiner Gedankenfetzen, warum Twitter für mich (ganz persönlich) nicht mehr den gleichen Reiz hat wie vor einigen Jahren. Und zeitgleich ein Geständnis, warum ich es trotzdem immer noch gern habe.

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Videospiele

Planet Zoo – Bauen für das Tierherz

Manchmal könnte man den Eindruck gewinnen, die Klötzchenbausimulation Minecraft habe ganz im Alleingang das Kulturphänomen Videospiel revolutioniert. Es gibt gewissermaßen die Ära vor Minecraft, in der Spiele gemeinhin als nervtötende, kindische Beschäftigung nerdiger junger Männer wahrgenommen wurde, allein dazu geeignet, auch die letzten verbliebenen Gehirnzellen in den Orkus zu verbannen. Doch kaum standen Kreativität, Konstruktivität statt Destruktivität und schier endlose Vielfältigkeit im Raum, da hat sich dieses Bild deutlich gewandelt.

Doch Minecraft ist beileibe nicht die einzige Simulation, die kreatives Schaffen ermöglicht. Striegelt die Pferde, mistet die Stallungen aus, reinigt die Wasserbecken – es wird Zeit für einen Blick in die Welt der Tierparks! Bühne frei für Planet Zoo!

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Bücher Deutsch

Goodreads – Zusammen Lesen macht mehr Spaß

Abnehmen, mehr Sport machen, weniger oder gar nicht mehr rauchen, endlich Vegetarier werden – jedes Jahr aufs Neue versuchen sich zahlreiche Menschen an guten Vorsätzen für das neue Jahr, um alte, bequem gewordene Angewohnheiten loszuwerden und ein bisschen mehr das Leben zu leben, das sie für erstrebenswert erachten. Besonders beliebt ist Neujahr vor allem bei jenen, die ganz bewusst keine Vorsätze fassen, sondern lieber alle Welt daran teilhaben lassen, für wie bescheuert, unsinnig und erfolglos sie derlei Gebaren halten. So hat vermutlich jeder seine ganz eigene Tradition, wie er oder sie in eine neue Zeit starten möchte.

Bereits zum Wechsel von 2018 auf 2019 habe ich – angeregt unter anderem durch Kathis Pineapples Booknook Blog (dicke Empfehlung an dieser Stelle!) – den wilden Entschluss gefasst: „Stephan, du musst endlich wieder mehr lesen! 20 Bücher wirst du in einem Jahr doch wohl schaffen!“ Denn das Problem am Dasein als Akademiker ist: Man liest eine ganze Menge, aber vor allem Fachartikel, Fachbücher oder Tutorials im Internet. Und diese selten stringent von vorne bis hinten, sondern erst einmal quer, denn nicht jeder Artikel ist zwangsläufig für das eigene Forschungsinteresse von Belang.

Wie gut, dass ich auch auf Twitter einigen Bücherwürmern folge. Und denen ist schon vor einiger Zeit eine Webseite untergekommen, die das konsequente Lesen sehr viel einfacher macht: Goodreads. Was hat man sich darunter vorzustellen?

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Deutsch Zum Blog

Relaunch 2020

Ein neues Jahr, vorbei die Krise.
Alles wird jetzt wunderbar!
Neuer Look und neuer Inhalt –
der Relaunch ’20 ist jetzt da!

Unbekannter Blogautor

? Ein frohes neues Jahr, liebe Leserinnen und liebe Leser! ? Ich freue mich sehr, dass ihr den Weg auf meine Seite gefunden habt und diese wenigen Einstiegszeilen hier lesen könnt. Wer die Seite von früher kennt, der wird jetzt mit den Augen rollen und seufzen: „Schon wieder ein Relaunch?“ und ich werde fröhlich antworten: „Genau!“

Diesen Blog gibt es in dieser oder ähnlicher Form bereits seit 2007 – damals hatte ich beschlossen, dass ich gerne regelmäßig zu Themen schreiben möchte, die mir am Herzen liegen. Das können politische Streitthemen sein, die ich gerne auf etwas mehr als 280 Twitterzeichen diskutieren möchte. Oder Nachbesprechungen zu Büchern, Filmen und Videospielen, die mich beeindruckt haben. Manchmal rege ich mich über eine fehlerhafte Berichterstattung auf und möchte die inhaltlichen oder handwerklichen Mängel betonen. Oder ich habe das Gefühl, ich müsste meine LeserInnen an den Entwicklungen meiner akademischen Fachbereiche teilhaben lassen. Kurz gesagt: ein buntes Spektrum an vielfältigen Themen.

Weshalb nun also dieser Relaunch?

Die letzten Anläufe krankten immer daran, dass ich versucht habe, mein Projekt „Blog“ zu professionalisieren. Regelmäßige Beiträge zu einem bestimmten vorgefertigten Themenkreis, alles schon vorab definiert durch Kategorien, idealerweise sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch (da mein Freundeskreis zunehmend internationaler und eben nicht mehr rein deutschsprachig wird). Das bedeutet leider gleichzeitig wahnsinnig viel Mehrarbeit. Einen Beitrag in zwei Sprachen zu verfassen ist mühsam: Wo ich im Deutschen vielleicht eine halbe Stunde brauche, um einen Gedanken in annehmbarer Länge und vertretbarer Qualität zu publizieren, kostet mich der gleiche Text im Englischen bereits zwei Stunden! ?

Back ← to the Roots

Mit diesem Relaunch möchte ich wieder ein bisschen zurück zu meinen „schriftstellerischen Wurzeln“. Eine Kurzgeschichte hier, ein kleiner Beitrag da, wann immer mir etwas einfällt und ich Lust dazu habe. Das Ganze natürlich trotzdem möglichst mit medialer Unterstützung. Vielleicht gibt es an der ein oder anderen Stelle einen Audiobeitrag von mir. Oder ich suche geeignete Bilder heraus, um den Inhalt meiner Beiträge auch visuell zu unterstreichen. Vor allem aber: die Hauptsprache meines Blogs wird wieder Deutsch. Es mag den ein oder anderen englischsprachigen Beitrag geben, der dann auch entsprechend gekennzeichnet werden wird – doch das dürfte höchstwahrscheinlich eher die Ausnahme bleiben.

Das Wichtigste am Blog? Na ihr!

Ganz besonders am Herzen liegt mir aber vor allem die Interaktion mit meinen LeserInnen – also mit dir. Und dir. Und dir! Denn unter jedem Beitrag wird es eine Kommentarfunktion geben, die gerne benutzt werden darf. Ergänzungen, Kritik, Fragen, Anregungen, Gedankenspiele, Wortfetzen – alles ist dort willkommen.

Drum seid ihr natürlich auch jetzt schon herzlich aufgefordert, hier drunter ein kleines Lebenszeichen von euch zu geben, wenn ihr den Beitrag mitbekommen habt. Ich würde mich sehr darüber freuen. Und je mehr ich mich freue, desto lieber schreibe ich auch! 😉

In diesem Sinne: ? Auf ein frohes, glückliches und vor allem erfolgreiches Jahr 2020! ?