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Taskmaster

Es sind düstere Zeiten – das Coronavirus bricht in lokalen Hotspots wieder vermehrt aus, noch immer wird man gebeten, von Zuhause zu arbeiten. Die Welt brennt an so vielen Ecken und Enden und Philipp Amthor wird nicht mehr Landesvorsitzender von Mecklenburg-Vorpommern. Es sind Zeiten, in denen man etwas Unterhaltsames braucht, um nicht völlig durchzudrehen.

Durch einen fantastischen Podcast (eine Vorstellung folgt in Kürze, deswegen greife ich an dieser Stelle nicht vorweg) bin ich auf Taskmaster aufmerksam geworden, eine britische Comedysendung. Zeit, einen genaueren Blick darauf zu werfen.

Worum geht es?

Das Sendungskonzept ist so klassisch und althergebracht, dass ich lange gezögert habe, ob ich sie wirklich sehen möchte. In aller Kürze: Es gibt einen Taskmaster, Greg Davies, begleitet von seinem Assistenten (little) Alex Horne. Ihnen gegenüber sitzen in jeder Staffel fünf frische britische Comedians, die nun pro Folge in einem Kampf um Punkte gegeneinander antreten, indem sie die Aufgaben bewältigen, die der Taskmaster ihnen stellt. Oder vielleicht sollte man genauer sagen: die angetreten sind. Denn der überwiegende Teil der Challenges fand vorab statt, wurde gefilmt und wird den Anwesenden samt Publikum nun in Form von Videos präsentiert. Am Ende entscheidet der Taskmaster, wer die Aufgabe am besten oder am schlechtesten erledigt hat – und verteilt auf diese Weise Punkte.

Herzstück der Sendung sind natürlich die Aufgaben. Die erste Aufgabe einer Sendung bleibt dabei immer die Gleiche: Die Comedians wurden gebeten, Gegenstände mitzubringen, die sie als Preise zur Verfügung stellen – und am Ende gewinnt der Episodensieger alle Objekte. Einzig die Kategorie wird vorgegeben, z.B. „wertvollster Gegenstand“ oder „ein Autogramm auf einem Gemüse“. Bereits für diese Aufgabe gibt es Punkte, die natürlich vollkommen willkürlich vom Taskmaster vergeben werden.

Von den übrigen Aufgaben möchte ich natürlich nicht zuviel verraten, darum greife ich mir nur eine als Beispiel heraus: Die Comedians kommen in ein steriles weißes Labor, darin nur ein Tisch und auf dem Tisch eine Wassermelone. Die Aufgabe:

„Iss soviel Wassermelone wie möglich. Du hast 1 Minute. Die Zeit beginnt jetzt.“

Leider befindet sich in dem Raum abgesehen von der Wassermelone – nichts. Wie also die Melone öffnen? Und hier beginnt die wilde Jagd nach (lustigen) Lösungen. Während einer die Wassermelone mit Schmackes auf den Boden wirft, sich neben das angerichtete Massaker kniet und die Melonenstücke vom Boden schlürft, geht die andere Kandidatin einfach wieder aus dem Raum und holt ein Messer aus der Küche. Alles, was es an Regeln für den erfolgreichen Abschluss der Challenge zu beachten gibt, steht im Umschlag – alles andere ist alleine der Fantasie und Kreativität der Comedians überlassen.

Die letzte Aufgabe findet dann „live“ im Studio statt. Die Comedians begeben sich auf eine kleine Bühne und erhalten eine weitere Aufgabe, die sie dann gleichzeitig erledigen müssen. In einer Episode mussten sie beispielsweise ein kleines Zelt aufbauen, in das Zelt kriechen, im Zelt einen Onesie anziehen und anschließend wieder aus dem Zelt kommen. Wer die Aufgabe am schnellsten erledigt, erhält auch die meisten Punkte.

Was ist gut daran?

Ich habe lange gezweifelt, ob ich mir das wirklich anschauen will. Spielsendungen mit langweiligen Aufgaben kennt man aus dem deutschen Fernsehen zu Genüge. Aber anders als wir Deutschen haben die Briten Humor – und schon wird die ganze Sache lustig. Die Aufgaben sind zumeist wirklich nicht der Rede wert, aber das, was die Comedians daraus machen, ist fantastisch. Es gibt teils absurd wörtliche Lösungen, teils äußerst kreative – und hin und wieder werden die Regeln auch bewusst gebogen und gebrochen. Manchmal werden auch andere Personen mit ins Spiel geholt – vor allem Alex Horne, der als „Moderator“ der Aufgaben gerne mit am Set steht. Manchmal vielleicht mit Gefahrenzulage, Stichwort „best cuddle“.

Neben den Aufgaben lebt die Sendung aber auch vom Witz zwischen den Videoclips. Dass es sehr lustig zugeht, wenn sich sieben Comedians gleichzeitig darüber lustig machen, wie die Aufgaben gelöst wurden, ist kein Wunder. Besonders sticht dabei natürlich der Taskmaster Greg Davies heraus, der in unverhohlener Willkür Lösungen bewertet und verurteilt, Punkte vergibt und die Comedians lustig und trotzdem auch sehr direkt auf ihre absurden Gedankengänge anspricht. Das alles jedoch nie beleidigend, nie empfunden unter der Gürtellinie, sondern immer mit gemeinsamem Humor an der Sache. Das schafft eine wahnsinnig wohlige, heimelige Atmosphäre.

Was ist nicht so toll?

Allerdings ist es auch diese Willkür, die es manchmal etwas schwierig macht, dem unbedeutenderen Teil der Sendung – der Punktevergabe – zu folgen. Insbesondere in späteren Staffeln versucht Greg Davies gar nicht einmal mehr, den Anschein von Objektivität zu wahren. Bitte nicht falsch verstehen, das ist eine Comedysendung, da geht das voll klar. Ich hatte irgendwann nur plötzlich das Gefühl, die ganze Punktegeschichte ist eigentlich nur noch Mittel zum Zweck, man könnten genauso gut darauf verzichten.

Nach sechs Staffeln merkt man auch, dass die Qualität der Aufgaben etwas nachlässt. Die ersten Staffeln bestachen meines Erachtens vor allem durch ihre Einfachheit. Etwa noch ein Beispiel: Die Comedians kommen in einen Raum, ihr Ziel: „Erzielt 11 Punkte“. Allerdings wird ihnen nicht gesagt, wodurch sie Punkte bekommen. Und weder der Zuschauder noch die Comedians wissen nun, was zu tun ist – ein großer Spaß, vor allem, wenn enthüllt wird, was die Aufgabe gewesen wäre. Keine Sorge, no spoilers here. 😉 In späteren Episoden machen die Aufgaben nicht mehr ganz so viel Spaß, werden komplexer oder wiederholen sich in ihrer Grundanlage. Weswegen ich bei den ersten Folge sehr oft und sehr herzhaft lachen konnte – später leider deutlich seltener.

LGBT?

Uff, eine Menge. Nicht nur, dass es einige LGBT-Comedians gibt, die an der Sendung als Kandidaten teilnehmen. An manchen Stellen wird es schon recht flirty, wenn zusätzliche menschlichen „Requisiten“ an den Aufgaben beteiligt sind! Daneben gibt es vor allem zwischen Greg Davies und Alex Horne einige sehr interessante „tensions“. Wo Alex anfangs nur den devoten Assistenten des Taskmasters mimt, schlägt das Ganze irgendwann doch in eine leicht romantische Beziehung um – wie sagt Alex Horne an einer Stelle so schön: Er liebt den Taskmaster wie seine Frau. Zu gleichen Teilen.

Manchmal wirkt das ein bisschen drüber, aber durch die insgesamt komische Atmosphäre verlieren solche Spielereien auch sehr an Schärfe. Insgesamt gesehen also eine Sendung, in der wenigstens ich mich wohlgefühlt habe und repräsentiert fühlte – obwohl ich das in einer solchen Comedyshow nicht einmal erwartet hätte. Umso mehr ein dicker Pluspunkt.

Wo finde ich das?

Auf Youtube – hier ein Link zum Taskmasterchannel.

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Next in Fashion

Liebes Tagebuch!

Du weißt so gut wie ich, wie gerne ich bestimmte Castingshows förmlich verschlinge. Vor allem, wenn sie mit einem interessanten Berufszweig oder einer handwerklichen Fertigkeit zusammenhängen. Das schließt nicht nur solch in Verruf gekommene Sendungen wie Germany’s Next Topmodel ein, an dem man sicherlich vieles ganz schlimm und ganz furchtbar finden kann, das aber trotzdem schafft, diesen Teilbereich der Fashionindustrie ins mediale Rampenlicht zu schieben. Vor einigen Jahren gab es auch eine deutsche handwerkliche Variante mit Guido Maria Kretschmer, Geschickt eingefädelt, bei der mehrere Hobbyschneider in Nähaufgaben gegeneinander antreten mussten – nicht minder spannend, wenn auch durch die deutsche Produktion etwas dröge. Kochsendungen sind da übrigens auch total spannend!

Wenn es um Design geht, dann war lange Zeit ebenfalls Heidi Klum unangefochtene Vertreterin der Castingshows, zusammen mit Tim Gunn bei Project Runway. Eine Sendung, die ich zeitweise verfolgt habe, aber nie sonderlich gut fand – vielleicht auch, weil Heidi Klum zwar sicherlich etwas vom Modeln versteht, aber ich beim Zusehen nie den Eindruck hatte, sie verstehe auch viel von Mode. Das ist keineswegs so bösartig gemeint, wie es vielleicht klingt! Natürlich versteht Heidi Klum etwas von Mode. Aber wenn es um Design geht, ganz gleich um in High Fashion oder Prêt-à-porter, dann zählen offensichtlich auch noch ganz andere Dinge, Material, Formen, Strukturen, Linien, klare Konzepte, Konventionen, Brüche mit Konventionen. Mode ist ein bisschen wie bildende Kunst: Auch als Laie kann man ein Bild ganz hübsch finden, aber die wahre Geschichte bleibt dem Unwissenden verborgen. Und Mode ist Kunst.

Worum geht’s?

Bei meiner alltäglichen auditiven Lektüre von Sarah Kuttners und Stefan Niggemeiers Podcast „Das kleine Fernsehballett“ bin ich dann auf „Next in Fashion“ gestoßen, eine schamlose Kopie von Project Runway, die inzwischen auf Netflix zu finden ist. Am Konzept hat sich nichts verändert: mehrere internationale Designer, die meisten von ihnen bereits mit eigenen Brands und Kollektionen, kämpfen um den Titel „Bester Designer“ sowie 250.000$ und die Möglichkeit, ihre Kleidung in einem Onlinestore zu vermarkten, von dem ich noch nie etwas gehört habe. Wird schon ein großes Ding sein.

Die erste erfrischende Änderung, liebes Tagebuch: Heidi Klum ist diesmal nicht mit dabei. Stattdessen wird die Show moderiert von Alexa Chung und Tan France. Von Alexa hatte ich bis dato noch nie gehört, aber offenbar ist sie als Model, Autorin und Presenterin unterwegs. Tan hingegen ist auch auf Netflix bei QueerEye so populär geworden, dass sogar ich ihn erkannt habe, obwohl ich QueerEye nie gesehen habe. Abgesehen davon kommt er wohl selbst ebenfalls aus der Modedesignecke, wenn ich es richtig verstanden habe.

Der Rest der Sendung ist simpel und schlicht erklärt. Jede Folge gibt es ein anderes Thema (Militär, Jeans, Unterwäsche, etc.), zu dem die Designer anfangs in Zweierpaarungen, später einzeln neue Mode entwerfen müssen. Dafür stehen ihnen in der Lagerhalle, in der die Produktion stattfindet, ein Vorrat an Stoffen und Beiwerk zur Verfügung, eigene Arbeitsplätze, die Möglichkeit, sowie die Möglichkeit, selbst Stoffe zu bedrucken, wenn ihnen das Vorhandene nicht gefällt. Für die neuen Designs haben die Teilnehmer jeweils einen vollen und einen halben Tag lang Zeit – doch während des zweiten Tages stehen auch die Models auf dem Plan, die dann eingekleidet, gestyled und instruiert werden wollen. Am Ende des zweiten Tages folgt ein Runway, auf dem die Produktionen präsentiert und anschließend von Alexa, Tan, einer Designerin aus dem Next in Fashion-Team sowie Gastjuroren bewertet werden.

Und wie ist es so?

Im Grunde ist Next in Fashion wirklich einfach nur ein äußerst dreister Klon. Man hat sich nur des ganzen Schickimicki-Gedöns entledigt, das Heidi Klum in ihre Produktionen immer einbauen muss, als würde das jemanden interessieren – dabei braucht eine Fashionshow nicht unbedingt teure Reisen nach Mailand und Paris, Modehauptstädte hin oder her. Eine Stoffschere schneidet in New York nicht anders als in Bejing. Der Fokus liegt bei der Netflix-Produktion also erfreulicherweise mehr auf den Designern.

Die Designer sind sehr unterschiedlich gecastet, und obwohl es zu Beginn ganze 18 von ihnen gibt, gelingt es den Showmachern, den meisten gleich zu Beginn viel Leben einzuhauchen. Da ist etwa Angelo, der Exilitaliener, der sich gerne im hautengen Leopardenlook auf der Interviewcouch räkelt und mehrfach betont, dass er aus einem italienischen Dorf kommt, von dem noch nie irgendwer gehört hat. Oder Ashton, der mit all seinen Tattoos und seinem Outfit eher bedrohlich daher kommt, in Wirklichkeit aber ein ziemlicher Softie mit einem Hang zur Natur ist. Was mir ganz grundsätzlich auffiel: Dafür, dass die TeilnehmerInnen alle ModedesignerInnen sind, laufen sie ziemlich merkwürdig gekleidet durch die Welt. Aber vielleicht muss das so sein.

Erfrischend, weil einfach realistisch: Nicht in allen Paarungen klappt es von Beginn an perfekt. Manche kennen sich schon seit Jahrzehnten und arbeiten sogar zusammen, andere prallen aufeinander und sich nicht in der Lage, gemeinsam ein Konzept zu entwerfen. Das gibt mir als Zuschauer zu Beginn der Show, wenn ich die Leute noch nicht so gut kenne, wenigstens einen Anhaltspunkt, die Arbeit ebenfalls zu bewerten.

Was mir auch sehr gut gefällt: Es gibt hier nicht nur female models. Ganz oft müssen die Designer einen Entwurf jeweils für eine Frauen- und ein Herrenmodel anfertigen, so dass endlich (!) auch einmal mehr Fokus auf moderne Herrenmode gelegt wird. Und obwohl die Models, ganz gleich ob weiblich oder männlich, durch die Bank herausragend gut aussehen, steht das bei Next in Fashion niemals im Zentrum, was mir ebenfalls sehr gut gefällt. Schließlich geht es hier um die Mode!

Ich weiß gar nicht, was ich sonst noch erzählen sollte, was mir gut gefällt, denn gefühlt gehört das Meiste ohnehin zum Standard der Castingshows. Es fällt mir also viel leichter, im Folgenden auf Dinge zu verweisen, die ich nicht so gelungen finde.

Fangen wir mit einem Grundproblem an, das mich mit Modesendungen verbindet: Ich habe keine Ahnung von Modedesign oder vom Schneidern. Für mich wäre es also durchaus spannend, mehr über die handwerklichen Kniffe und Überlegungen zu erfahren. Nicht, dass ich jedem Designer dabei zusehen möchte, wie er oder sie einen Faden in die Nähmaschine fädelt. Aber zur Bewertung einer Arbeit gehört sicherlich auch, wie kompliziert bestimmte Materialien zu verarbeiten sind, wo da die Tücken liegen, etwa beim Bügeln oder im Zusammenspiel mit anderen Werkstoffen. Bei Next in Fashion gelingt das alles auf magische Art und Weise: Nicht nur setzen die Designer in Rekordzeit tolle Entwürfe um, die Nähte machen sich alle scheinbar auch wie von Geisterhand. Würden die KandidatInnen nicht gelegentlich jammern, wie wenig Zeit sie noch haben, man würde die Arbeit, die in den Klamotten steckt, gar nicht bemerken.

Ähnliches gilt für den Designprozess. Schön, dass man einen Blick in das Zeichenbuch der jeweiligen Teilnehmer erhält und somit einen Ausblick auf das, was im Laufe der Sendung kreiert werden soll. Aber manchmal fände ich einige Erläuterungen auch ganz nett. Was macht ein bestimmtes Kleidungsstück aus? Was sind die Besonderheiten in genau diesem Design? Wo ist die klare Linie in diesem Werkstück, was hat der Designer sich dabei gedacht? Wohin soll das farbliche Konzept führen? Manchmal habe ich das Gefühl, dass mir viele so ganz basale Informationen fehlen, um nicht nur einen Bezug zu den TeilnehmerInnen, sondern auch zu ihren Machwerken zu bekommen. Denn die wirken ansonsten bisweilen etwas zu abgehoben und entrückt. Im späteren Verlauf der Sendung, wenn nicht mehr so viele KandidatInnen gleichzeitig zu zeigen sind, wird das allerdings etwas besser, das muss ich zugeben.

Manchmal ist mir auch nicht ganz klar, worauf die Show ihren Fokus legt. Modedesigner sind üblicherweise – Verzeihung! – keine Personen, die im Rampenlicht wahnsinnig viel „Ooooh!“ auslösen. Sie glänzen ja weniger durch eigene Optik, sondern mehr durch die Kleider, die sie entwerfen. Aber ausgerechnet die fertigen Kleidungsstücke werden auf dem Runway nur äußerst dürftig in Szene gesetzt. Die Models schleichen sich auf die Bühne, in der Entfernung noch kaum zu erkennen. Während des Walks wechselt gefühlt jede Sekunde die Kameraeinstellung, plötzlich wird das Model ganz ausgeblendet und wir sehen die Juroren, die sich über die Kleidung unterhalten. Was soll das denn? Wieso können wir uns nicht einfach den ganzen Walk in aller Ruhe anschauen und den Blick auf dem Model halten, während uns Stimmen aus dem Off erklären, was daran gut oder schlecht ist? Wieso muss ich alle zwei Sekunden die Perspektive wechseln, wenn ich so gar nicht in Ruhe beurteilen kann, wie mir das Stück gefällt? Ich würde mir eher wünschen, dass es einen Splitscreen gibt, der das Model aus zwei oder drei verschiedenen Perspektiven zeigt, aber dafür über den ganzen Walk hinweg. Denn es zählt doch nicht nur, wie die Mode am Model aussieht – sondern auch, wie es sich in der Bewegung verhält! Ausgerechnet der Hauptdarsteller der Show, die Mode, wird bei der Präsentation also vollkommen übergangen. Absurd.

Dafür gibt man sich viel Mühe dabei, zu erklären, warum bestimmte Looks nicht gehen und andere hingegen schon. Wenn etwa Tommy Hilfiger erklärt, dass es wichtig sei, als Designer einen Schritt weiter zu denken und Neues zu entwerfen, dann leuchtet mir das ein. Und wenn eine Designikone wie er anmerkt, dass er bestimmte Elemente bereits aus anderen Kollektionen kennt, dann akzeptiere ich das so und kann Entscheidungen nachvollziehen. Überhaupt gefällt mir das wiederum ganz gut an Next in Fashion – die Juroren sind sehr transparent, was ihre Vorlieben und Abneigungen angeht. Anders als bei Heidi Klum, die ihre Zuneigung manchmal eher nach Potential für die Showquote zu vergeben scheint, liegt der Fokus hier wirklich mehr auf den entstandenen Resultaten. Was Sinn ergibt, denn die dahinter stehenden Designerinnen eignen sich nicht für prätentiöses Rumgezicke.

Links die beiden Moderatoren der Show, Alexa Chung und Tan France

Was mich hingegen so gar nicht packt, liebes Tagebuch, sind die beiden Moderatoren der Show. Das fängt bereits beim Kleidungsstil an. Ich finde es faszinierend, wie furchtbar Alexa und Tan aussehen können – mindestens zweimal pro Folge wechseln sie ihre Kleidung und sehen dabei nicht selten einfach nur schrecklich aus. Ganz besonders gilt das für Tan, der auf diese Weise wohl einen ganz besonderen eigenen Look zu kreieren versucht. Wenn man gerade Tan dann auch noch häufiger dabei zusehen muss, wie er die eigene relativ langweilige Haartracht im Spiegel zurecht macht, kommen Zweifel an der grundsätzlichen Eignung zu einer solchen Show auf. Aber – Mode ist Geschmackssache, und dass ich keine Ahnung von Mode habe, das wissen wir beide.

Allerdings kommt dazu, dass ich beiden nicht abkaufe, tiefer gehende Ahnung von der Modebranche zu haben. Nicht, dass ich selbst große Ahnung hätte! Aber auf mich wirken die beiden dann eben doch wie zwei Moderatoren, die einfach nur vorgeschriebene Texte und Ideen präsentieren. Mit ihrem Moderationsstil könnten sie gleichermaßen durch eine Kochsendung führen und man wäre ähnlich gut unterhalten. Das ist schade, hier wird Potential verschenkt.

Alexa erklärt uns, was man alles in aufgekrempelten Hosenbeinen verstecken kann…

Ähnliches gilt für die Rubrik „Alexa’s tricks“ oder „Tan’s tips„, mit denen die zwei Moderatoren zwischen Tag 1 und 2 der jeweiligen Folge Modetipps unter das Volk bringen. Das alles in einem etwas kindlichen Humor, der bei mir so absolut nicht verfängt, und mit etwas absurden Ratschlägen, etwa: Wenn man einen Einteiler trägt und nicht wie ein Pilot aussehen möchte, dann krempelt man unten die Hose ein und macht bisschen was am Kragen. Oder man wird Pilot. Hahaha. An anderer Stelle erklärt uns Tan, dass ein Anzug gar nicht teuer sein muss – man muss sich nur sehr gut mit dem Schneider seiner Wahl verstehen! Wenn das mal nicht hilfreich ist…

Ein Design zum Thema „Military“

Mein letzter Kritikpunkt ist einer, den ich vor allem mit mir selbst ausmachen muss: Ich verstehe die Entscheidungen manchmal nicht. Besonders deutlich ist mir das in der Folge „Militär“ aufgefallen. Was hier von Moderatoren und Designern als „incredible take on military style“ mit klaren Formen in den Himmel gelobt wurde (siehe Abbildung), sah für mich aus wie ein unförmiger und schlecht sitzender goldener Schlafsack. Ausgerechnet das Sendungskonzept „Militär“ vermochte ich hier aber nicht zu lesen. Leider bleiben die Begründungen der Juroren hier auch oft vage, ganz nach dem Motto, wer begreifen will, was wir hier toll finden, muss sich schon selber auskennen. Nun, am Geschmack scheiden sich bekanntermaßen die Geister, und dass jemand wie ich, der von Mode gar keine Ahnung hat, high fashion nicht angemessen beurteilen kann, versteht sich von selbst.

Insgesamt, liebes Tagebuch, ist Next in Fashion sicherlich nicht die große neue Entdeckung am Castingshowhimmel. Es macht einige Dinge ganz gut, andere Dinge leider ähnlich falsch wie die Konkurrenten, und es fehlt das Alleinstellungsmerkmal. Ich bin gespannt, wie es sich in weiteren Staffeln (bislang gibt es nur eine) verhalten wird, ob man neue Elemente einbaut und ein paar Wagnisse eingehen wird. Wir werden es auf alle Fälle sehen!

Kandidat Daniel Fletcher – natürlich aus London, woher sonst?

PS: Aber wie cute ist Daniel Fletcher bitte? Tschuldigung. Mein Brit-Detector hat wieder angeschlagen. Ich lasse mich selbst raus, ja?

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The Cabin in the Woods

Vorbemerkung: Dieser Beitrag enthält SPOILER. Wer den Film „The Cabin in the Woods“ (2011) noch nicht gesehen hat und gerne unvorbereitet an Filme herangeht, der ist an dieser Stelle gewarnt.

Ein Hütterl im Walde

Liebes Tagebuch!

Du kennst bestimmt diese Nächte, in denen man sich schlaflos von links nach rechts wälzt, in Gedanken an Gott und die Welt, und einfach den Weg ins Reich der Träume nicht findet. Was macht man folgerichtig, wenn Schäfchenzählen und Milch mit Honig nicht funktionieren? Richtig: Man sucht sich auf Netflix einen Horrorfilm. So bin ich gestern Nacht über „The Cabin in the Woods“ gestolpert. Lass mich dir ein bisschen davon erzählen.

Worum gehts?

Die Geschichte ist ein klassischer Horrorplot: fünf einander mehr oder weniger bekannte junge Menschen beschließen, gemeinsam ein Wochenende in den Bergen zu verbringen, weil sie dort eine lässige kleine Waldhütte nutzen dürfen. Die Charaktere könnten klassischer nicht sein:

  • Dana, eine intelligente, strebsame und wohl auch etwas schüchterne, vorsichtige Frau, die beziehungstechnisch gerade von einem ihrer Professoren per Mail abserviert wurde;
  • Jules, eine Freundin, die sich frisch die Haare blondiert hat;
  • Curt, ein athletischer Collegestudent und Boyfriend von Jules;
  • Holden, ein Kumpel von Curt, den dieser mit Dana verkuppeln will – gutaussehend, klug, kann man machen;
  • und Marty, ein zugekiffter Typ, der die Realität das letzte Mal wohl vor sehr langer Zeit gesehen hat.

Im Grunde ist die Handlung nichts Neues: Die Fünf fahren in einem Wohnmobil zu besagter Hütte, richten sich dort ein und werden, je weiter es gen Abend geht, betrunkener und lässiger im Umgang miteinander.

Im Hintergrund beobachten Produzenten das Geschehen in der Hütte

Außergewöhnlich hingegen ist: Sie werden die ganze Zeit aus einer unterirdischen Bunkeranlage beobachtet. Dort sitzen zwei archetypische weiße alte Männer an einem gigantischen Schaltpult mit vielen Druck- und Drehreglern, um die Handlung nach ihren Vorstellungen zu beeinflussen. Denn die fünf Protagonisten sind, ohne es zu wissen, auch im Film Hauptdarsteller einer Horror-Reality-Show, und das ganze Setting mit der Waldhütte ist in Wirklichkeit ein verkabeltes und mit Kameras gespicktes Set. Sehr futuristisch übrigens, inklusive einer unsichtbaren Energiebarriere, die das Tal umgibt.

Dana liest aus einem alten Tagebuch vor

Der Spaß beginnt, als die fünf „Freunde“ in den Keller gelockt werden, ein kleines Auswahlspiel: je nachdem, mit welchem der dort befindlichen Gegenstände die Hausgäste als erstes interagieren, wird ein anderes Schrecken in der Nacht auf sie losgelassen, um sie zu töten. Das Rennen macht ein Tagebuch, aus dem Dana lateinische Worte rezitiert und somit im angrenzenden Wald eine Zombiefamilie zum Leben erweckt.

Nachfolgend werden die Collegestudenten der Reihe nach brutal Opfer der untoten Besucher: Jules wird beim Liebesspiel mit Curt im Wald erwischt. Marty wird aus dem Verkehr gezogen, als er durch einen Zwischenfall den Showcharakter des Settings erkennt. Besonders schön ist der tragische Tod von Curt, der die einzige Hoffnung auf Hilfe in einem heroischen Stunt über die Schlucht sieht, die das Tal umgibt. Mit dem Motorrad brettert er auf die Sprungschanze zu, fliegt durch die Luft – und zerschellt an der unsichtbaren Barriere. Gänzlich unspektakulär wird Holden dagegen von einem Zombie beim Autofahren aufgespießt.

Während das Grauen seinen Lauf nimmt, wird langsam klar, warum all das geschieht: Offenbar finden zur gleichen Zeit in mehreren Ländern vergleichbare Shows statt. Jede einzelne Show ist ein Ritual, dazu geeignet, die Alten Götter zu besänftigen, die unter der Erde ruhen und ansonsten drohen, die Menschheit zu vernichten. Jedes Land hat sein eigenes Ritual – doch dummerweise sind alle anderen fehlgeschlagen, inklusive der Variante in Japan, in der das bösartige Monster von neunjährigen Schulmädchen gebannt wurde. Es bleibt also nur noch der amerikanische Weg: Die Opferung von fünf typisch amerikanischen jungen Menschen. Eine Hure, ein Athlet, ein Streber, ein Verrückter und eine Jungfrau. Es ist nicht gänzlich schwer, die verschiedenen Charaktere auf ihre Rollen zuzuordnen. Nicht ganz unwesentlich ist hier auch die Reihenfolge der Tode: Die Hure muss zuerst getötet werden, die Jungfrau zuletzt, wobei sie nötigenfalls sogar überleben darf.

Der vermeintlich schon geglückte Plan scheitert, als klar wird, dass Marty gar nicht getötet wurde, der Verrückte ist also noch im Spiel. Und noch schlimmer: Per Zufall hat er einen Fahrstuhl gefunden, durch den vermutlich zuvor die Zombies in das Waldstück gebracht wurden. Zusammen mit Dana reist er also unter die Erde in die Produktionsanlage, wo die beiden zahllosen Monstern begegnen, die ihrerseits in Fahrstühlen darauf warten, eingesetzt zu werden. Unter Tage will die Sendeanstalt mit einem bewaffneten Trupp das Problem ein für alle Mal beseitigen – als Dana und Marty einfach alle Fahrstühle öffnen und somit alle Monster gleichzeitig auf die Bunkeranlage loslassen. Ab hier ist Rot die dominierende Farbe und sind Gedärme das bevorzugte Dekorationselement.

Lauter kleine Fahrstühle – in jedem wartet ein ganz besonderes höllisches Monster für die weltweiten Rituale

Der Film endet mit einer sehr grundlegenden Entscheidung – die Direktorin, die ganz zum Schluss erst auftaucht, verlangt von Dana, Marty zu töten, um auf diese Weise das Ritual erfolgreich zu beenden. Sie entscheidet sich dagegen, teilt sich – schwer angeschlagen durch einen Werwolfbiss – noch eine letzte Zigarette mit Marty, ehe eine riesige lavaartige Hand quer durch die Bunkeranlage bricht und die Hütte zerstört, sich dann auf die Welt niedersenkt. Das Ritual ist gescheitert.

Wer spielt mit?

  • Dana: Kristen Connolly
  • Jules: Anna Hutchinson
  • Curt: Chris Hemsworth
  • Holden: Jesse Williams
  • Marty: Fran Kranz
  • Steve Hadley (komischer alter weißer Mann 1): Bradley Whitford
  • Gary Sitters (komischer alter weißer Mann 2): Richard Jenkins

Und natürlich noch viele weitere, die aber insgesamt gesehen keine große Rolle spielen.

Und – wie wars?

The Cabin in the Woods“ ist eine interessante Mischung ganz unterschiedlicher Genres. Vielleicht will der Film aber auch ein bisschen zu viel. Mehrere Male wird im Laufe der Handlung versucht, einen kompletten Twist einzubauen: was als klassisches Horrormovie beginnt, verwandelt sich erst in eine Mysterysendung (was hat es mit dieser Energiebarriere auf sich?), anschließend in eine Komödie, gefolgt von einer kritischen Außensicht auf das Fernsehen und einen allumschließenden apokalyptischen satanischen Plot. Das macht einerseits einen gewissen Reiz aus. Andererseits lässt es mich etwas unbefriedigt zurück, weil ich mich vom Film manchmal stehen gelassen fühlte und mich erst wieder komplett neu auf die veränderten Rahmenbedingungen einstellen musste.

Als „der Athlet“ legt Chris Hemsworth den Rugbyball natürlich nicht aus der Hand

Schauspielerisch darf man hier vermutlich nicht allzu viel erwarten – die fünf Protagonisten sind schließlich schon als Charaktere als absolute Archetypen angelegt. Und die werden bestens erfüllt. Wo ich mir am Anfang noch dachte, wie platt und absolut brainless Chris Hemsworth diesen athletischen Kotzbrocken Curt spielt, wurde mir später natürlich klar, dass genau das gefordert war. Ansonsten bleibt er aber eher unspektakulär. Anna Hutchinson portraitiert wunderbar die schon viel zu oft gesehene dumme Blondine, die sich nur als Accessoire ihres nicht minder bescheuerten Freundes sieht. Kristen Connolly schafft es, als Identifikationsfigur zu dienen und die Sympathien des Zuschauers (wenigstens meine) auf sich zu vereinen, ohne sonst große Tiefe in den Charakter zu graben.

Marty gehört für mich zu der Kategorie Charaktere, die ich nicht sehr angenehm finde – insofern war ich fast schon unangenehm enttäuscht, als dieser verlotterte Typ aus dem zugekifften Auto stieg. Es ergibt auch nicht allzu viel Sinn, dass ausgerechnet der von Drogen zugedröhnte Dauerkiffer den größten Durchblick in der Gruppe hat. Filmisch wird das dadurch erklärt, dass er offenbar mit seinen Drogen sämtliche Rezeptoren weggeballert hat – und somit auf die Pheromone der Horrorproduktion nicht mehr reagiert. Aber wieso kommt er unten im Keller auf die Idee, einfach alles stehen und liegen zu lassen und nach oben zu gehen? Weshalb schließt er nur aus dem Fund einer versteckten Kamera bereits auf das gesamte Konzept einer Fernsehproduktion? Wäre es nicht nahe liegender gewesen, den Cousin von Curt (dem die Hütte vermeintlich gehörte) für einen sehr perversen Mann zu halten? Aber in einer Komödie sollte man nicht zu viel logische Konsequenz vermuten.

Dana erhascht durch den Spiegel einen Blick auf Holden

Etwas zwiegespalten bin ich mit Jesse Williams als Holden. Selbiger soll laut Ritualvorgabe die Rolle des Schlaumeiers besetzen. Dafür spricht aber äußerst wenig – er trägt im romantischen Stelldichein mit Dana plötzlich eine Brille, that’s it. Dem gegenüber stehen einige Szenen, mit denen er locker auch als Athlet hätte durchgehen können. Etwa gleich zu Beginn der tolle Fang des Balles, den Curt versehentlich aus dem Fenster wirft. Und dann ist da natürlich die Spiegelszene: In der Hütte findet Holden in seinem Zimmer hinter einem grässlichen Wandgemälde einen einseitigen Spiegel, der ihm einen Blick auf die nebenan wohnende Dana gewährt, die davon nichts ahnt. Sie zieht sich aus, er beobachtet das Geschehen hin und her gerissen – warnt sie dann jedoch. Ganz der Gentleman bietet er ihr einen Raumtausch an. Was dazu führt, dass Dana, ehe sie das Gemälde wieder aufhängen kann, noch einen wunderbaren Blick auf den durchtrainierten Körper Holdens werfen kann. Dagegen wirkte Curt doch eher schmächtig. Persönlich wäre ich aber gut damit klar gekommen, wenn sie das Bild nicht wieder über den Spiegel gehängt hätte.

Es gibt leider auch viele Elemente in „The Cabin in the Woods“, die irgendwann einmal eingeführt werden, dann aber keine größere Bedeutung mehr haben. Wozu braucht es den Tankstop inklusive gruseligem alten Mann, der den Fünfen zu Beginn des Filmes den Weg weist? Er ruft später zwar noch einmal im Bunker an und redet sehr merkwürdiges Zeug über den Lautsprecher, fügt der Handlung aber schlicht nichts hinzu. Wieso wird die neue Haarfarbe von Jules so betont? Insbesondere, da ihr abgetrennter Kopf später dunkle Haare trägt – was entgegen meiner Annahme jedoch offenbar keine Bewandtnis hat. Weshalb wird anfangs betont, dass Dana eine Beziehung zu ihrem Professor hatte, von diesem aber per Email abserviert wurde? Das bringt später sogar die Produktionsgesellschaft in Erklärungsnot, denn als Jungfrau kann man sie so ja kaum noch deklarieren.

Dass umgekehrt viele Zusammenhänge am Ende des Films gar nicht mehr erklärt werden, muss man wohl akzeptieren – spätestens ab der Reise in den Untergrund mittels Fahrstuhl verliert „The Cabin in the Woods“ endgültig die innere Kohärenz, verwandelt sich stattdessen in eine schrille, panische Pseudosplatter-Komödie, in der es eigentlich nur noch darum geht, möglichst viele Monster auf möglichst viele Soldaten und Mitarbeiter zu schicken, um möglichst viel Blut im Set verteilen zu können. Doch wie kommt es überhaupt, dass Alte Götter unter der Erde ruhen? Dass diese Götter ausgerechnet durch Fernsehproduktionen besänftigt werden? Wieso müssen es für das amerikanische Ritual immer junge Menschen sein? Warum spielt die Reihenfolge in diesem Ritual eine so essenzielle Rolle? Weshalb darf die Jungfrau am Ende entkommen? Wieso fällt niemandem auf, dass jedes Jahr eine Horrorshow im Wald gedreht wird und die Hauptdarsteller hinterher nicht mehr auftauchen?

Wie gesagt, ich würde bei diesem Film auch gar nicht auf eine Erklärung für all die Absonderlichkeiten hoffen, es handelt sich um eine Komödie und somit auch um eine inhaltliche Übertreibung der obligatorischen Handlungsmuster. Es ist trotzdem beeindruckend, wie tief der Handlungsbogen selbst in solchen Produktionen noch sinken kann.

Es gäbe sicherlich noch vieles über diverse Detailszenen zu sagen, ich möchte es hierbei aber belassen. Aller genannten Kritik zum Trotz fand ich den Film sehr unterhaltsam – er hat mir genau das geboten, wonach ich gesucht hatte: einerseits eine Spur Horror, die andererseits aber garniert wurde mit Komödie und einer absurden Zusatzhandlung, die den Horroreffekt wieder kaschiert. Chris Hemsworth und vor allem Jesse Williams runden das Paket optisch noch ab.

Wenn du mich also fragst, liebes Tagebuch, ob ich mir den Film noch einmal anschauen würde? Möglich. Vielleicht nicht in absehbarer Zeit. Aber unterhaltsam war er.