Dunkles Glück

Müde tropft
der Tag
Zeigerstück für Zeigerstück
voran. Kaum fängt er an,
kaum endet er.
Zähe Masse. Kaugummi.

Es brodelt, dampft,
es kocht und blubbert,
Dampf steigt auf und Eisen schwitzt.
Aus den Tiefen braunen Pulvers
wächst der Morgen
stark
und schön
und voller Lebensenergie.

Leise tropft das
heiße Nass.
Lockt mit Duft. Lockt mit Wärme.
"Gib dich mir hin!", ruft es leise,
schallmeit wie des Mannes holde Brust.
Die Bohne knackt, das Pulver knirscht.

Tropfen fallen.
Einsam. Gemeinsam.
Zu einem See.
Der Glückseligkeit.
Der Stärke.
Des "Dorthin kann ich gehen".
Des "Dorthin gehe ich".
Des "Dorthin werde ich bald gegangen sein."
Ein See, ein Meer der Erquicklichkeit.

Kaffee.
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Kategorisiert in Poesie

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