Fakebook – Was an Cambridge Analytica wirklich bedeutsam ist

Facebook, die Grande Dame der sozialen Netzwerke, strauchelt. So schreiben es zumindest deutsche Medien. Berücksichtigt man die deutsche Fokussierung auf Datenschutz (die vielen anderen Ländern ebenfalls gut zu Gesicht stünde), darf man dieses Urteil womöglich relativieren. Aber unangenehm ist der aktuelle PR-Tiefschlag für das Unternehmen von Mark Zuckerberg sicherlich nicht.

Was ist passiert? Eine britische Firma namens Cambridge Analytica hat offenbar einen Vertrag mit Facebook geschlossen. Mittels einer eigenen App durften sie Nutzerdaten aus dem Netzwerk entnehmen und für Forschungszwecke verwenden. Blöd nur, dass man sich nicht an die Auflagen gehalten hat: denn eigentlich war es wohl verboten worden, die Daten außerhalb des genehmigten Forschungskontextes zu verwenden.

Stattdessen soll Cambridge Analytica diese Daten dazu verwendet haben, gezielt Werbekampagnen für den Präsidentschaftswahlkampf der USA 2016 zu schalten. Und schon ist der Skandal perfekt. Die mediale Messerschneide besagt: Facebook hat auf diese Weise indirekt Donald Trump zum “Präsidenten” gemacht.

Diese Aussage ist natürlich Blödsinn.

Aber ganz unrichtig ist sie trotzdem nicht. Denn es ist schon schwer bedenklich, wenn zum Zwecke politischer Meinungsbildung Menschen ohne Skrupel (also Werbetreibende) Informationen nicht nur über mich, sondern auch noch über meine Bekannten in die Finger bekommen. Doch die Debatte rund um den Datenschutz ist nicht neu – lediglich die Tiefe der Sammelei wird erst nach und nach so manchem bewusst. Denn welche Informationen man selbst auf dem sozialen Netzwerk hoch lädt, das ist längst nur noch der erste oberflächliche Eindruck über die eigene virtuelle Glasfigur. Mit wem ist man befreundet? Mit wem interagiert man? Was mag man? Zu welchen Tageszeiten interagiert man wie? Welche Links klickt man an? Über welche Links lässt man den Mauszeiger fahren?

Tatsächlich offenbart dieser Fall aber ein ganz anderes Problem: Unserer Gesellschaft fehlt ganz offensichtlich jede mediale Kompetenz. Denn es ist ja keineswegs so, dass Facebook oder Cambridge Analytica sich für die amerikanischen Wähler in die Wahlkabine gesetzt haben, um dort ein Kreuz für den republikanischen Kandidaten zu setzen. Das haben die Wähler schon selbst erledigt. Und dabei gehe ich noch nicht einmal darauf ein, dass eine Verbindung zwischen dem Wahlsieg Trumps und etwaigen Werbekampagnen schwer bis gar nicht nachweisbar sein dürfte.

Gehen wir einfach mal davon aus, dass unsere Medien mit ihrem sehr plakativen Aufgebot richtig lägen. Dass also potentiellen Trump-Wählern motivierende Werbung gezeigt wurde, Clinton-Wähler dagegen eher vom Wählen abgehalten werden sollten. Machen wir uns überdies die These zueigen, dass diese intendierte Absicht eingetreten ist und die Wähler entsprechend agiert haben.

Das hieße nichts anderes als: Wir lassen uns bei der Wahl über die Zukunft unseres Landes, unserer Gesellschaft, unserer Wirtschaft, unserer außenpolitischen Beziehungen vollständig von nebenläufigen Signalen auf Webseiten beeinflussen. Ohne Reflexion, ohne Nachdenken, ohne argumentativen Diskurs beispielsweise durch den Konsum neutraler oder sogar gegensätzlicher Medienangebote. Oder den Disput mit Freunden, Bekannten, Familienmitgliedern.

Nehme ich an, dass genau dies wahr ist, dann haben wir ein sehr viel massiveres Problem als nur einige Datenzentren von Facebook, an denen sich schlimme Finger austoben können. Was hilft es dann, wenn ich als Politiker mit Müh und Not dafür Sorge tragen will, dass Facebook bestimmte Daten nicht erhebt oder wenigstens nicht distribuiert? Ganz abgesehen davon, dass Regierungen allerorten daran seit Jahren verzweifeln. Der Versuch, ein Problem durch die Bekämpfung der Symptome zu beseitigen, war noch nie von Erfolg gekrönt.

Wichtig schiene mir indes, die Gesellschaft an sich wieder resistenter zu machen gegen äußere, einseitige Beeinflussung. Denn subjektive, eingefahrene Meinungsbilder sind längst kein Problem allein von Anhängern der Republikaner in den USA. Auch als Anhänger sozialistischer, liberaler, ökologischer oder wie auch immer gearteter Weltanschauungen kann sich, wenn zu wenig Disput in den eigenen Alltag dringt, eine Meinung verfestigen und verhärten, die nur noch wenig mit der Realität gemein hat. Disput ist anstrengend. Und deswegen vermeiden ihn viele Menschen. Wie kann man den Disput belohnen?

Zuletzt noch ein Gedanke zu Facebook – natürlich sieht man sich dort nun als das große, unschuldige Opfer. Immerhin hatte man doch die weiterführende Nutzung der Daten untersagt! Noch dazu sei man sich der Tragweite der aktuellen Geschehnisse bewusst. Allein, mir persönlich fehlt der Glaube. Die Tragweite dürfte sich für die Manager bei Facebook vor allem in den drohenden Klagen und politischen Regulierungen bemessen, die den eigenen Gewinn reduzieren. Nach all den Jahren, Vorkommnissen und dem mehr als zögerlichen Angebot, Datenschutz wenigstens pro forma in die eigene Gedankenwelt zu übernehmen, kann man derlei Gebahren sicherlich keinen Glauben mehr schenken. Keine große Überraschung, gewiss. Aber ist es deshalb weniger traurig?

Doch was nun – #DeleteFacebook?

5 Rules About How To Use Twitter-Hashtags Properly

Abstract: Hey mates! Today I’m gonna discuss five very simple rules on how to use proper hashtags in social media posts. There is a lot of things you can go wrong with, but the solutions are nice and easy. Especially German twitter users will have to read this post, as they totally suck in social media stuff. Enjoy the read and leave me a comment! Have a nice day!

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Social Liking – Why Twitter stopped the Falling Stars

Oh. Em. Gee.

This week provided a very important tech news to us all. I am pretty sure most people thought it to be an April Fool hoax at first, but in the end it turned out to be serious. And by that I mean literally serious. You have no idea what I’m talking about? Are you mad? Really? Okay, let me give you a picture of what changed two days ago:

Star to Heart

Yes. That’s it. Twitter changed its “favourite”-function. Tweeple now “like” things, just like in Facebook or Instagram, and the corresponding icon is no longer a yellow star, but a heart. Even the colour got reddish. What were they thinking? Are they crazy? Have they gone mad at all? Judging by my timeline’s reactions this has been the worst design change in 600 years of internet. Counting into the future.

Joking aside: yes, all Twitter users went completely insane once they realised their beloved stars to be gone. In-between pure rage tweets they provided couple of rather funny arguments why hearts could never be an appropriate favourite icon. Because sometimes people write tweets you simply cannot “heart”. I don’t love if someone’s Dad has died. I don’t love messages about war. I don’t love Twitter using new icons. Some days ago, yeah, I would have favorited it, I would have given a star, that is TOTALLY different. And these colours! Whole Twitter now seems to be a girlish friendship book with stickers and hearts and all that crap!

Maybe the worst insult: Twitter tries to become Instagram. Or Facebook. Those two platforms full of people who are far less intelligent than Twitter users. cough We all know that only Twitter users write smart and fully developed text messages. Of course they do. So Twitter has to stay something special and different!

Of course there have been some reasonable arguments as well. Some user mentioned that this change really meant a big semantic change. Think of public relations people who made advertising campaigns based on the Twitter fav-star. Think of this strange and absolutely useless website Favstar, which has to be converted to Likeheart now. This will cost some serious money, and that’s not funny at all.

But there are good reasons for Twitter to have done this redesigning as well. Their own reason: New people were completely confused by those favourite stars, didn’t understand it and thus didn’t use Twitter. We all know that Twitter has quite some problems increasing their amount of active users, so removing any obstacles for getting in might be a reasonable decision.

I quite well remember my very first try with Twitter, long time ago. I installed the app on my smartphone, tried to figure out what this strange new programme does – and got completely confused by those strange little stars. Because Twitter used those stars completely inconsistent to all other applications. Usually a star and a function named “favourite” means you can save entries of a list you like or you use quite often so you can load them more easily. That’s definitely not what Twitter’s fav-stars are. Were. Inconsistency is a bad thing to do, because all those people out there are used to some kind of user interaction. I myself uninstall applications immediately if I cannot understand their concept of interaction.

Additionally I am absolutely not impressed by the big exclamation of “vox populi“, like all Twitter users were absolutely shocked by developers changing THEIR holy Twitter. Guys, hold on: This is a product, and the product’s owner has the right to change it. As long as you do not pay a single cent for it, you pay with your time and your data. But you got no rights at all. If I were the developer I would change my programme whenever I like, because it has been my idea and the application has to look like I want it to be. Of course you have to keep in mind that people not being familiar with the app anymore could leave it. But this was just one single icon being changed! Man.

It’s a funny thing that political decisions like data preservation which is restricting personal freedom are not answered the same way. Political topics are completely out of bounds for some people, not interesting at all. But changes in their user interface? Some crazy developers making them send hearts to other people instead of stars? Now they go mad. Guys, sort out your priorities. And no – this is not comparing two completely different things, as some people mentioned. This is about the reaction to changes which affect our use of the internet. Big change – no reaction at all. Little change – massive wave of rant. You can find a lot of similar examples in the “real world”, it’s just like humans think.

By the way: Do you remember the big graphical relaunch of Facebook a couple of years ago? This change started a huge shitstorm against Mr. Zuckerberg and all people affirmed to delete their accounts immediately. I am pretty sure, most of them are still users of Big Blue Brother. The same with those security leaks at WhatsApp. I am the only person known by myself not using this application at all.

Last, but not least, my personal favourite about this whole #heartGate: Guys not being able to favourite other guys’ tweets anymore, as this might seem to be gay. Yes, Tweeps. Twitter is so much more clever than Facebook. Not.

WhatsApp – have you seen my message?

First things first: I don’t use WhatsApp. I’ve used it a long time ago, before they had decided to take money from their users. Even though it was just some cents, I was and I am not willing to pay for a company which is not willing to speak with its customers, to inform them about future technical plans or recent problems, especially concerning data security. And after being bought by facebook, WhatsApp got even less interesting to me. But that are personal feelings and decisions and not universal. But of course I do use some instant messaging systems, especially Google’s Hangouts.

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